Resilienz in der Krise

Krisen wohin wir blicken: ob Corona, Flutkatastrophe oder der Krieg in der Ukraine. Dazu der radikale und schnelle technologische Wandel schon seit vielen Jahren. Überall Unsicherheit und abrupte Veränderung. Uns fehlt die nötige Resilienz für diese Krisen!

Unsere Handlungsmuster, die wir in der Sozialisation gelernt haben, spiegeln die äußeren Rahmenbedingungen wider, die sich jetzt als unzureichend erweisen. Unser Denken, Fühlen und Handeln, das in unseren „neuronalen und synaptischen Verschaltungen“ (vgl.: https://haharth.de/gehirnentwicklung/ ) programmiert ist – unsere Komfortzone – passt nicht mehr zur Realität!

Wir haben in unserer Sozialisation – vor allen Dingen – nicht gelernt, mit Unsicherheiten und elementaren Risiken umzugehen. Wir haben es nicht gelernt, wir haben es nicht trainiert und haben deshalb keine Übung! Resilienz ist nicht Teil unserer Persönlichkeit geworden. Nun fehlt sie uns.

Machen Sie sich bewusst, dass die Ziele, Sichtweisen, Werte und Handlungsweisen, die zu der Gesellschaft geführt haben, in der wir heute leben, auch Ihre Sozialisation geprägt haben. Nicht nur Ihnen und mir fehlt die Übung, das Rüstzeug für solche Krisen – auch der gesamten Gesellschaft, den Fachleuten und den Politikern. Deshalb sollten Sie auch nicht auf eine Lösung von außen hoffen. Die Lösung liegt in Ihnen, Sie müssen sie sich nur selbst erarbeiten!  

Auf Krisen können Sie auf drei Arten reagieren:

  1. Sie tun nichts, regen sich auf, passen sich an, leiden unter der Situation und nehmen womöglich Schaden. Anspannung und äußerer Druck führen häufig zu Bluthochdruck und Herzproblemen (Körper) oder Depression und Aggression (Psyche).
  2. Sie ändern die Situation. Das ist bei Krisen nicht möglich, denn Sie können weder das Virus aus der Welt zaubern noch den Krieg beenden.
  3. Sie ändern sich selbst: Ihr Denken, Fühlen und Handeln – Ihre Persönlichkeit! 

Die dritte Alternative ist offensichtlich die einzige, die Sie haben und unabhängig von anderen nutzen können. Die Tatsachen können Sie nicht ändern, aber Ihre Einstellung, Ihre Bewertung des Geschehens – und Ihre damit verbundenen Gefühle. Ihre Einstellung – Ihre Persönlichkeit – ist wichtiger als die Tatsachen! Die einzige kluge Alternative, die Sie haben, ist: Sie ändern sich selbst!

Begreifen Sie die Krisen als Chance und ergreifen Sie die in ihr liegende Chance. Die Krise zwingt Sie zur Entscheidung. Sie lässt Ihnen keine Wahl. Auch wenn Sie nichts tun, treffen Sie eine Entscheidung!

Entscheiden Sie deshalb: „Es reicht! Ich kann bestimmte Dinge nicht ändern, deshalb ändere ich mich. Ich werde lernen, die Realität – mit Demut – zu akzeptieren. Ich werde mich entwickeln und lernen, mit Krisen besser fertig zu werden. Ich werde lernen, dass die Situation und das was mir geschieht, nichts mit dem Kern meiner Persönlichkeit zu tun hat!

Wenn Sie das schaffen, ist Ihre Persönlichkeit gewachsen und sie ist resilienter geworden! Dann kann nichts, was geschieht, Ihre Persönlichkeit – Ihre Identität – im Kern beschädigen!

Die äußeren Rahmenbedingungen bieten Ihnen keine Sicherheit! Der Sozialstaat kann Ihnen keine Resilienz bieten, er kuriert nur die Symptome! Wir haben uns jahrelang etwas vorgemacht oder vormachen lassen. Resilienz können wir uns nur – jeder für sich – selbst erarbeiten!

Resilienz

Zur Resilienz gehört Demut, nämlich das anzunehmen, als gegeben zu akzeptieren, was wir – heute oder kurzfrstig – nicht ändern können. Voraussetzung ist, dass wir erkennen und akzeptieren, dass wir alle auf bestimmte Dinge – das Schicksal – keinen Einfluss haben. Wir müssen uns wieder mit den Erkenntnissen der Stoa beschäftigen. Damit ändert sich nicht die Situation aber unser Leiden an der Situation wird gemildert. Wir erkennen, dass das Geschehen nichts mit unser Persönlichkeit zu tun hat.   

Zur Resilienz gehört aber auch, dass wir wissen, wo wir hin wollen, was unser Ziel – mit intrinsischer Motivation – für unser Handeln ist. Die intrinsische Motivation trägt uns über Probleme und Krisen hinweg, denn wir wollen unser Ziel ja erreichen – um seiner selbst willen! Dazu gehören Mut und Beharrlichkeit, Glaube und Demut. Ein Ziel im Leben stärkt ohne Zweifel die Resilienz, denn mit einem eigenen Ziel glaube ich ja auch, dass ich es erreichen kann! Sonst wäre es nicht mein Ziel!

Die gute Nachricht kommt von der Hirnforschung. Sie hat herausgefunden, dass unser Gehirn ein Leben lang veränderbar ist und eine Problemlösungsfähigkeit hat. Die neuronalen und synaptischen Verschaltungen des Gehirns sind und bleiben plastisch formbar – bis ins hohe Alter. Mit einer Änderung der Verschaltungen ändert sich unsere Bewertung, unser Verhalten (folglich das Ergebnis) und unsere mit dem Geschehen verknüpften Gefühle.  Unser Gehirn – und unsere Persönlichkeit – werden so, wie wir sie nutzen.

Sie können – egal wie alt Sie sind – eine andere Perspektive einnehmen. Sie können Ihren Blick auf sich selbst, auf Ihre Möglichkeiten im Leben und worum es in Ihrem Leben gehen soll – und auch auf die Krisen – verändern. Sie können die wahrgenommene Situation anders bewerten und damit Ihre Gefühle beeinflussen.

Finden Sie heraus, was Ihre wahre Persönlichkeit ist und leben Sie sie! Dann bekommt Ihr Leben einen neuen Sinn, Ihre Resilienz wächst. Die nächste Krise trifft Sie nicht mehr in Ihrem Kern!

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