Lebenskrisen überwinden

In dieser Woche hatte ich eine Lebenskrise. Neben der Fülle allgemeiner Krisen und Problemen von Freunden hatte ich persönlich ein Problem. Heute habe ich die Krise überwunden. Wie kam es zu der Krise und wie gelang es mir, die Krise zu überwinden?

 

Es gab neben den allgemeinen Krisen insbesondere ein persönliches Problem, bei dem ich Ohnmacht empfand. Ich fühlte mich in meiner Persönlichkeit bedroht und reagierte emotional, gesteuert von der Amygdala. Mein Fehler war, dass ich meinen Fokus auf das Problem richtete und mich so von Tag zu Tag schlechter fühlte.

 

Sie erinnern sich, wenn die Amygdala die Regie übernimmt, gibt es nur noch drei archaische Reaktionsmuster: Angriff, Flucht oder Schockstarre. Ich blieb zwar aktiv, ging aber zum Angriff über. Ich bemühte mich zwar parallel darum, von den negativen Emotion wegzukommen. Zunächst jedoch vergeblich.

 

Dann kam die Wende: ich las die alte chinesische Weisheit: „Was ist, ist.  Was nicht ist, ist nicht.“ Ich verstand, dass ich die Situation einfach annehmen musste. Die Situation war, wie sie war, ob ich mich darüber ärgerte oder nicht!

 

Die Situation war auch nicht wirklich bedrohlich. Die Beeinträchtigung entstand durch meine Erwartung, die nicht erfüllt wurde, durch meine subjektive „Brille“. Ich musste also nur meine Erwartung ändern. Indem ich die Situation schlicht akzeptierte, also keine Erwartung an die Situation hatte, bestand die Beeinträchtigung nicht mehr. Ich änderte meine Einstellung und entzog so der Situation ihre emotionale Macht! 


Zusätzlich richtete ich meine Beachtung auf das Positive, das ich ja – trotz der Beeinträchtigung – hatte. Ich nahm bewusst wahr: meine gute Gesundheit, meine guten Freunde, meine warme Wohnung etc. und war dankbar dafür. Da ich grundsätzlich jeden Abend den Tag mit Gedanken der Dankbarkeit beende, war das für mich nicht schwer. Ich musste mich aber erst wieder daran erinnern und den Fokus bewusst auf das Positive richten. Lesen Sie auch meinen Blog zur Dankbarkeit .

 

Nachdem die negativen Emotionen nicht mehr die Oberhand hatten, verlor die Amygdala ihren dominierenden Einfluss und mein Verstand konnte wieder die Führung übernehmen. Meine Ziele traten wieder in den Mittelpunkt! Damit war die Krise beendet.

 

Krisen und Lebenkrisen sind  ganz normal, gerade wenn Sie sich weiter entwickeln. „Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Max Frisch) Wir müssen uns nur bewusst machen, dass Krisen normal sind!

 

Lebenskrisen überwinden in 4 Schritten:

  1. Akzeptieren Sie, was ist und was Sie (heute) nicht ändern können. Nehmen Sie die Situation einfach an! Sie ist, wie sie ist, ob Sie sich aufregen oder nicht. Das ist nicht ganz einfach, ich weiß. Wenn es Ihnen aber gelingt, dann stoppen Sie den negativen Erregungs-Kreislauf aus Angst und Ärger und den Einfluss der Amygdala.

  2. Seien Sie bewusst dankbar, für das, was Sie haben. Mit Dankbarkeit richten Sie Ihren Blick auf das, was positiv in Ihrem Leben ist. Damit wecken Sie positive Emotionen und Sie sehen wieder Chancen.„Beachtung bringt Verstärkung.“

  3. Richten Sie Ihren Fokus (weiter) auf Ihre Ziele – nicht auf die Probleme.

  4. Handeln Sie weiterhin, um Ihre Ziele zu verwirklichen. Überhaupt bleiben Sie oder werden Sie aktiv – nutzen Sie das Gesetz des Handelns. Wenn Sie heute (anders) handeln, können Sie eine heute unbefriedigende Situation (für morgen) in eine bessere verwandeln. Ihr Handeln kann ja muss nach innen gerichtet sein, auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung, denn „die Einstellung ist wichtiger als die Tatsachen“. Nur Ihre Einstellung können Sie (autonom) verändern!

Die Beeinträchtigung, die meine Krise auslöste, ist beseitigt. Andere Probleme bestehen weiter. Ich habe aus der Krise etwas gelernt. Meine Erkenntnisse können Sie jetzt für sich nutzen!

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