Viele Menschen sagen, wenn ihnen etwas widerfährt, dass nicht ihren Zielen entspricht oder ihnen nicht passt: „Das habe ich kommen sehen.“ Sie reagieren, als ob sie es erwartet hätten, und damit ist für sie die Sache erledigt. Aber warum diese negative Erwartung – und warum keine kluge Fragen nach dem Grund?
Andere fragen sich: „Warum passiert das immer (nur) mir?“ Ist das eine kluge Frage? Nein, denn erstens ist es eine rhetorische Frage, auf die sie gar keine Antwort erwarten. Zweitens offenbart die Frage die „Opferhaltung“: sie sehen sich als passiv Beteiligte, denen etwas widerfährt, dass sie nicht beeinflussen können.
Kluge Fragen
Fragen, die Dich weiterbringen, sind andere, kluge Fragen wie: „Was kann ich tun, um die Situation (in meinem Sinne) zu beeinflussen?“ oder auch: „Was war mein Beitrag, der das Ereignis möglich gemacht hat?“ Damit siehst Du Dich als Ursache, nicht als (hilfloses) Opfer!
Du kannst Dich vor allem immer fragen: „Was kann ich – trotz allem – tun?“ anstatt händeringend dazustehen und das Ergebnis zu beklagen. Frage Dich also nach Deinem Anteil am Geschehen und frage Dich, was Du in Zukunft besser machen kannst – und wie Du es fertigbringst, in Zukunft tatsächlich anders zu handeln. „Klug fragen können, ist die halbe Weisheit.“ (Francis Bacon)
Die beste Frage in schier ausweglosen Situationen ist:
„Warum nicht doch?“
Konsequenzen
Wenn Du diese Fragen stellst, kommst Du zu neuen Antworten, zu möglichen Lösungen des Problems. Die ermöglichen es Dir, neu und anders zu handeln. Ist das womöglich der Grund, warum diese Fragen so wenig gestellt werden: weil man dann tatsächlich entscheiden und anders handeln müsste?
Die meisten Menschen lehnen neue Wege eher ab, als sie zu probieren. Warum folgen sie neuen Anregungen nicht? Warum prüfen sie sie nicht? Haben sie Angst vor einem neuen Weg, vor der Herausforderung? Haben sie vielleicht Angst, sich eingestehen zu müssen, dass sie in der Vergangenheit falsch entschieden, falsch gehandelt haben?
Das wäre natürlich bedauerlich. Wirklich ärgerlich ist aber, wenn sie nicht erkennen, was falsch gelaufen ist. Dann können sie es nämlich in Zukunft nicht besser machen (ohne Garantie, dass es besser wird). Wer nichts ändert, nichts Neues versucht, wird immer wieder die gleichen Probleme haben.
Die gleichen Menschen, die sich über Ereignisse aufregen oder ihr Schicksal beklagen, schrecken vor einer Änderung ihres Verhaltens zurück. Warum?
Die interessanteste Frage ist: „Was will ich mit meinem Leben anfangen?“ Menschen, die hierauf keine – eigene – Antwort haben, werden immer den Zielen und Vorgaben anderer folgen. Frage Dich also: „Worum soll es wirklich gehen in meinem Leben?“ Und wenn Du es erkennst, dann frage Dich: „Warum nicht?“:
– wenn Du meinst, es sei gerade nicht der richtige Zeitpunkt für Veränderungen
– wenn Du glaubst, dass etwas nicht geht, weil es sonst schon jemand gemacht hätte
– wenn Du Zweifel hast, ob Du es schaffst.
Stelle Dir diese Frage immer, wenn Du spontan meinst, etwas nicht zu können, es nicht zu dürfen oder das es nichts für Dich ist. Die meisten dieser „Neins“ stammen nämlich aus Deiner Sozialisation. Es sind die Suggestionen und Meinungen anderer. Frage Dich also immer wieder:
„Warum nicht doch?“
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