Krisen meistern – ein praktischer Leitfaden in 4 Schritten

 

Krisen gehören zum Leben dazu – ob berufliche Rückschläge, Beziehungsprobleme oder unerwartete negative Ereignisse. Sie treffen uns alle irgendwann und können uns völlig aus der Bahn werfen. Wie meistert man sie? Es gibt bewährte Strategien, um damit fertig zu werden und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

 

Wenn uns das Leben aus der Bahn wirft

 

Kürzlich durchlebte ich selbst eine herausfordernde Zeit. Zusätzlich zu den alltäglichen Sorgen und Problemen in meinem Umfeld entwickelte sich ein persönliches Problem, das mich überforderte. Ich fühlte mich ohnmächtig und reagierte zunehmend emotional – ein Teufelskreis, der mich von Tag zu Tag mehr belastete.

 

Vielleicht kennen Sie das: In bedrohlichen Situationen übernimmt der emotionale Teil unseres Gehirns das Kommando. Wir reagieren dann instinktiv nach 3 uralten Mustern: kämpfen, fliehen oder erstarren (Schockstarre). Rationales Denken ist nahezu unmöglich. Ich verfiel in den Kampfmodus. Parallel versuchte ich zwar, aus den negativen Emotionen herauszukommen, zunächst aber ohne Erfolg.

 

Der Wendepunkt: Akzeptanz statt Widerstand

 

Die Wende kam, als ich mich an eine alte chinesische Weisheit erinnerte: „Was ist, ist. Was nicht ist, ist nicht.“ Plötzlich wurde mir klar: Ich musste aufhören, gegen die Realität anzukämpfen und sie annehmen, wie sie war. Die Situation war nun einmal so, wie sie war – unabhängig davon, ob ich mich darüber ärgerte oder nicht. 

 

Mir wurde bewusst, dass mein Problem erst durch meine eigene Erwartung entstanden war! Erst als meine Erwartung nicht erfüllt wurde, entstand das Problem. Wenn ich die Situation akzeptiere, wie sie ist, nehme ich ihr die emotionale Macht!

 

Gleichzeitig beachtete ich bewusst das Positive, das ich nach wie vor hatte: meine gute Gesundheit, gute Freunde, ein schönes Zuhause etc. Da ich grundsätzlich jeden Tag mit Gedanken der Dankbarkeit beende, war das für mich nicht schwer und half mir, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

 

Sobald mein Bewusstsein nicht mehr von negativen Emotionen dominiert wurde, konnte mein Verstand wieder die Führung übernehmen. Meine Ziele rückten wieder in den Fokus. Die Krise war überstanden.

 

Krisen als Teil des Lebens verstehen

 

Krisen sind völlig normal – besonders wenn wir uns persönlich weiterentwickeln wollen. Der Schriftsteller Max Frisch brachte es treffend auf den Punkt: „Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

 

4 bewährte Schritte aus der Krise

 

  1. Akzeptieren Sie die Realität

           Nehmen Sie die Situation an, wie sie heute ist. Das bedeutet nicht Resignation, sondern ist der erste
           Schritt zur Lösung. Solange wir gegen die Realität ankämpfen, verschwenden wir Energie und
           verstärken die negativen Gefühle. Akzeptanz durchbricht diesen Kreislauf. 

 

  1. Kultivieren Sie bewusst Dankbarkeit

           Richten Sie Ihren Blick auf das, was Sie dennoch haben und in Ihrem Leben funktioniert und seien Sie
          bewusst dankbar dafür. Das mag zunächst schwerfallen. Dankbarkeit aktiviert positive Emotionen und
           öffnet den Blick für (neue) Möglichkeiten.

  1. Fokussieren Sie sich auf Ihre Ziele

           Konzentrieren Sie sich nicht auf das Problem. Die Aufmerksamkeit verstärkt das, worauf sie gerichtet ist.
           Lenken Sie Ihre Beachtung stattdessen auf Ihre Ziele, das, was Sie erreichen wollen, und Ihre nächsten
            Schritte!

 

  1. Werden Sie (wieder) aktiv

           Handeln ist der Schlüssel zur Veränderung. Auch kleine Schritte zählen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre
           innere Einstellung – die können Sie beeinflussen. Die äußeren Umstände lassen sich oft nur schwer –
           oder gar nicht – verändern. Ihre Erwartung, Ihre Bewertung und Ihre Reaktion auf die Umstände aber
           liegen in Ihrer Hand!

 

Der Weg nach vorne

 

Das ursprüngliche Problem, das die Krise auslöste, habe ich gemeistert. Andere Probleme und neue Herausforderungen bestehen weiterhin. Meine Haltung ihnen gegenüber hat sich aber gewandelt. Die Erfahrung hat mir gezeigt: Die Einstellung ist wichtiger als die Tatsachen!

 

Krisen sind unvermeidlich im Leben. Sie sind aber auch Chancen für Erkenntnisse und persönliches Wachstum. Mit den beschriebenen vier Schritten haben Sie ein bewährtes Konzept zur Hand, um Krisen zu meistern und gestärkt aus ihnen hervorzugehen! Handeln Sie entsprechend!

 

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