Die Mehrheit der Bevölkerung will keine Probleme und Herausforderungen. Sie will es bequem haben. Die Wirtschaft verspricht deshalb Convenience und die sofortige Befriedigung der Wünsche auf Knopfdruck. Die Politik verspricht Probleme von uns fern zu halten.
Probleme sind ein normaler Bestandteil unseres Lebens. Ist es sinnvoll, ihnen aus dem Weg zu gehen? Problem kommt vom Lateinischen „problema“: eine vorgelegte Aufgabe oder Streitfrage. Wir müssen also nur die Aufgabe erledigen, die Streitfrage beantworten oder entscheiden!
Ein Problem ist also eine Frage, bei der die Antwort nicht klar auf der Hand liegt, oder eine Aufgabe, für deren Erledigung wir uns anstrengen müssen. Wir haben es vielleicht noch nie zuvor gemacht und uns fehlt noch der richtige Lösungsweg.
In beiden Fällen werden wir etwas lernen, wenn wir das Problem lösen! Ich spreche deshalb gerne von Herausforderung. Die Herausforderung fordert mich heraus, etwas zu tun, was ich noch nicht gemacht habe, oder etwas zu machen, von dem ich noch nicht weiss, ob ich es kann. Die Herausforderung lässt mich also wachsen, wenn ich mich ihr stelle!
Mit jeder Problemlösung erleben wir Selbstwirksamkeit, wir erkennen unsere Problemlösungsfähigkeit! Je öfter wir Probleme gelöst haben, desto größer wird unser Selbstvertrauen! Je öfter wir Herausforderungen gemeistert haben, desto selbstverständlicher und ruhiger gehen wir an die nächste Herausforderung heran!
Wenn wir ruhig an das Problem herangehen, uns also nicht von unseren Emotionen (der Angst zu scheitern) überwältigen lassen, gelingt es uns, das Problem logisch zu analysieren und eine Lösung zu finden. Die Chinesen sagen deshalb auch: “Man gehe an eine Krise mit Muße heran.“
Es ist also ein Fehler, Problemen aus dem Weg zu gehen. Nur mit einer Reihe von bereits bewältigten Herausforderungen erlangen wir die Ruhe, das nächste (nächstgrößere) Problem mit Ruhe anzugehen!
Die Ruhe entspringt der inneren Überzeugung – gestützt auf die gemachten Erfahrungen -, mit Problemen umgehen zu können, sie lösen zu können. Das ist natürlich auch eine Frage der inneren Einstellung – vgl. meinen Artikel „Einstellung ist wichtiger als Tatsachen“.
Wenn wir für ein Problem nicht sofort eine Lösung finden, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Überzeugung aufrecht zu halten, dass wir eine Lösung für das Problem finden werden. In diesem Fall hilft es, das Problem zu analysieren und gegebenenfalls einfach mal zu vergessen!
Die Lösung kommt dann womöglich aus unserer Intuition. Wir erkennen plötzlich, wie das Problem zu lösen ist, vielleicht erkennen wir auch nur den ersten Schritt zur Lösung. Folgen wir der Intuition mit Vertrauen! Wenn für uns das Lösen von Problemen kein Problem mehr darstellt, begegnen wir ihnen mit Ruhe.
Versuchen wir also zukünftig nicht mehr, Problemen aus dem Weg zu gehen. Seien wir vielmehr dankbar für die Herausforderungen, denn an ihnen können wir wachsen!
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